Heidelberger Historie.

  • Für mich als Geschäftsführer der Heidelberger Brauerei ist Heidelberg einfach eine einmalige Stadt. Ich verbinde mit ihr ein einzigartiges Lebensgefühl. Hier kann man es sich gut gehen lassen – ob beim Picknick auf den grünen Neckarwiesen oder im Schlosspark. Am Philosophenweg lässt man die Seele baumeln und genießt den wunderbaren Blick über das Neckartal, auf die Alte Brücke und das Schloss. Und abends geht man von Kneipe zu Kneipe durch die engen Altstadtgassen, da die vollen Gaststätten das Nachtleben schon längst nach draußen gedrängt haben.

  • Wissen Sie, unser Bier aus Heidelberg war schon immer etwas ganz Besonderes. So genügte das Reinheitsgebot den Heidelbergern bereits zu Zeiten des Kurfürsten Friedrich IV. nicht. Um die denkbar beste Bierqualität zu erreichen, erließ der Fürst 1603 die „Heidelberger Bierordnung“, die noch strenger als das deutsche Reinheitsgebot ist. Schonende Brauverfahren und ausgewählte Rohstoffe sorgen seither in Heidelberg für Bier von höchster Qualität. 150 Jahre später nahm die Heidelberger Brauerei ihren Anfang, direkt im Herzen der malerischen Heidelberger Altstadt. 1816 gab es insgesamt 38 Brauereien in Heidelberg. Die meisten stellten Bier für den Bedarf ihrer eigenen Wirtschaft her.

  • Es tat sich viel an unserem Stammhaus: Das Anwesen der Brauerei wuchs mit der Zeit erheblich und die Besitzer wechselten mehrmals. Schließlich übernahmen 1820 die Halbbrüder Kleinlein die Brauerei. Zum beachtlichen Anwesen gehörten damals u. a. ein Wohnhaus, das dreistöckige Brauhaus, eine Dampfmaschine, ein dreistöckiges Kühlschiff, ein Malzspeicher, Stallungen sowie ein Felsenkeller im Klingenteich als Bierlager mit Sommerausschank. Gebraut wurde nämlich ausschließlich von September bis Mai. Die Überschussproduktion wurde dann in Felsenkellern mit Eis aus Neckar und Schlossteich eingelagert, welches die Bierfässer bis zum Sommer kühlte.

  • Genau wie heute kamen die besten Rohstoffe damals unmittelbar aus der Umgebung. In der Region wurde Braugerste angebaut, auch Hopfen wurde schon gezielt kultiviert und nicht mehr wild eingesammelt. Von den Quellen vom Königstuhl bekamen die Brauereien Trinkwasser bester Güte. Nur über das Wirken der für den Gärprozess notwendigen Hefe war wenig bekannt; denn gezüchtete Hefen kommen erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Einsatz. So musste sich der Bierbrauer damals ganz auf seine Erfahrung und seine Beobachtungen verlassen. Heute hilft ihm die moderne Technik bei der Braukunst.

  • 1870 erwarben die Gebrüder Kleinlein das Grundstück „Acker im Paradies“ in der Bergheimer Straße (Nr. 91 heute) und bauten dort eine neue Brauerei, die bald zur absatzgrößten am Platze wurde. Das Geheimnis ihres Erfolges: helles Bier „Wiener Brauart“, welches das bis dahin übliche dunkle Bier in Beliebtheit bald schlug. Dennoch mussten die Brüder die Brauerei 1884 veräußern, denn mit dem Neubau in der Bergheimer Straße hatten sie sich finanziell übernommen. Der Besitz ging an den Ingenieur Ludwig Scholl über, der die Firma „Heidelberger Aktienbrauerei vorm. Kleinlein Heidelberg“ gründete. Karl Kleinlein blieb jedoch deren Braumeister und war bis 1897 als Vorstandsmitglied aktiv.

  • Von der einstigen Vielzahl an Brauereien waren um 1900 nur mehr sechs in Betrieb: Kleinlein, Schroedl, Engel, Goldenes Fässchen, Krone und Ziegler. Ein Großteil dieser Brauereien wurde aufgekauft oder stillgelegt, sodass 1920 nur noch die Engel-Brauerei und die Heidelberger Aktienbrauerei existierten. Und der Fortschritt machte auch vor unserer Stammbrauerei nicht Halt. Die erste Eismaschine wurde bereits 1887 bestellt. 1912 wurden erstmals zur Bierauslieferung Lastautos verwendet und neue Dampfmaschinen aufgestellt. Im letzten Geschäftsjahr vor dem Krieg war die Heidelberger Aktienbrauerei dann die führende lokale Brauerei und eine der größten in Baden.

  • 1914 setzte die Heidelberger Aktienbrauerei erstmals ihr Markenzeichen ein: das Profil des Heidelberger Schlosses. Trotz mehrerer Namens- und Eigentümerwechsel blieb dieses Logo bis heute erhalten. Als Kleinlein AG kaufte die Brauerei 1934 fünf Quellen am Königstuhl, womit die neue Biermarke „Schloßquell“ gebraut wurde. Doch 1968 erhielt die Berliner Schultheiß-Brauerei die Aktienmehrheit – das Ende der Selbstständigkeit. Wenigstens konnte die Brauerei weiter fortbestehen und wurde nicht wie Engelbräu stillgelegt. 1985 wurde sie in „Heidelberger Schloßquellbrauerei AG“ umbenannt. Schließlich erwarb 1996 Werner Kindermann die Brauerei samt ihren Gaststätten.

  • 2005 übernahm ich, Michael Mack, mit Freude die Heidelberger Brauerei GmbH. Sie ist eine der wenigen existierenden Privatbrauereien und die einzige Brauerei, die in der Brauereigeschichte Heidelbergs über viele Jahre überleben konnte. Daher sind wir stolz darauf, mit Heidelberger eine jahrhundertealte Tradition so frisch und lebendig zu halten. Es ist mir wichtig, dabei stets auch an die Umwelt zu denken: Bereits seit 1991 wird auf die Abfüllung in Einweggebinde wie Dosen oder Einwegflaschen verzichtet. Als erstes Unternehmen in Heidelberg führte Heidelberger 1996 ein Umweltmanagement-System ein und erhielt dafür sogar ein EU-Umweltzertifikat.

  • Heute brauen wir im Stadtteil Pfaffengrund, in einer der modernsten Brauereien Europas; nach strengen Brauregeln, dem Können und der Erfahrung unserer Braumeister und mit ausgewählten Rohstoffen der Region. Wir bieten Ihnen ein Sortiment von Heidelberger Premium Export, Heidelberger Pils, Heidelberger Radler, Heidelberger Original, Heidelberger Weizen in hell, dunkel und kristall bis zu saisonalen Bieren wie Heidelberger Lenzen und Weihnachtsbier und unserer absoluten Besonderheit, dem Heidelberger 1603 Premium Pilsener. Bei allen unseren Bieren liegt mir etwas besonders am Herzen: die feine Heidelberger Braukunst weiterhin zu bewahren und zu pflegen.

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Für alle Bierliebhaber die gerne unser Heidelberger Bier genießen möchten aber leider nicht aus unserer Region kommen. Link zum Shop im jeweiligen Logo.

 

Heidelberger Brauerei GmbH | Kurpfalzring 112 | 69123 Heidelberg | E-Mail: info@heidelberger-brauerei.de


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