Wir sind das Bier von hier.

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Und damit kennen wir uns in unserer nobelpreisträchtigen Universitätsstadt aus. Als älteste Brauerei von vormals so vielen in unserer Heimatstadt, tragen wir den Namen Heidelberger voller Stolz. Nicht zuletzt, weil das Bierbrauen hier bei uns seit 1753 Tradition hat, die wir mit Herz, Hand und Verstand weiterführen. Vor allem aber, weil wir uns dem Anspruch aller Heidelberger Bierfreunde mehr als verpflichtet fühlen. So schlagen wir eine Brücke von der Heidelberger Bierordnung von 1603 zu dem Qualitätsbewusstsein unserer Heidelberger Biergenießer von heute. Dazu gehört nicht nur, erstklassige Biere aus besten Rohstoffen zu brauen, sondern auch den Geschmack zu treffen. Dafür haben wir vieles getan, damit jeder, der eine unserer Bierspezialitäten genießt, voller Stolz sagen kann: Gebraut, wo wir zuhause sind!

Darauf kann man stolz sein

Unser Bier aus Heidelberg war schon immer etwas ganz Besonderes. So genügte das Reinheitsgebot den Heidelbergern bereits zu Zeiten des Kurfürsten Friedrich IV. nicht.

Um die beste Bierqualität zu erreichen, erließ der Fürst 1603 die „Heidelberger Bierordnung“, die noch strenger als das deutsche Reinheitsgebot ist. Schonende Brauverfahren und ausgewählte Rohstoffe sorgen seither in Heidelberg für Biere von höchster Qualität.

150 Jahre später nahm die Heidelberger Brauerei ihren Anfang, direkt im Herzen der malerischen Heidelberger Altstadt. 1816 gab es insgesamt 38 Brauereien in Heidelberg. Die meisten stellten Bier für den Bedarf ihrer eigenen Wirtschaft her.

Eiskaltes Wachstum

Es tat sich viel in unserem Stammhaus: Das Anwesen der Brauerei wuchs mit der Zeit erheblich und die Besitzer wechselten mehrmals. Schließlich übernahmen 1820 die Halbbrüder Kleinlein die Brauerei.

Zum beachtlichen Anwesen gehörte damals auch ein Felsenkeller im Klingenteich als Bierlager mit Sommerausschank. Gebraut wurde nämlich ausschließlich von September bis Mai. Die Überschussproduktion wurde in Felsenkellern mit Eis aus Neckar und Schlossteich eingelagert, welches die Bierfässer bis zum Sommer kühlte.

Das Gute liegt so nah

Genau wie heute kamen die besten Rohstoffe damals unmittelbar aus der Umgebung. In der Region wurde Braugerste angebaut, auch Hopfen wurde schon gezielt kultiviert und nicht mehr wild gesammelt. Von den Quellen vom Königstuhl bekamen die Brauereien Trinkwasser bester Güte.

Nur über das Wirken der für den Gärprozess notwendigen Hefe war wenig bekannt; denn gezüchtete Hefen kamen erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Einsatz. So musste sich der Bierbrauer damals ganz auf seine Erfahrung und seine Beobachtungen verlassen. Heute hilft ihm die moderne Technik bei der Braukunst.

Die helle Freude

1870 erwarben die Gebrüder Kleinlein das Grundstück „Acker im Paradies“ in der Bergheimer Straße und bauten dort eine neue Brauerei, die bald zur absatzgrößten am Platze wurde. Das Geheimnis ihres Erfolges: helles Bier „Wiener Brauart“, welches das bis dahin übliche dunkle Bier in Beliebtheit bald schlug.

Dennoch mussten die Brüder die Brauerei 1884 veräußern, denn mit dem Neubau in der Bergheimer Straße hatten sie sich finanziell übernommen. Der Besitz ging an den Ingenieur Ludwig Scholl über, der die Firma „Heidelberger Aktienbrauerei vorm. Kleinlein Heidelberg“ gründete. Karl Kleinlein blieb jedoch deren Braumeister und war bis 1897 als Vorstandsmitglied aktiv.

Aus sechs mach zwei

Von der einstigen Vielzahl an Brauereien waren um 1900 nur mehr sechs in Betrieb: Kleinlein, Schroedl, Engel, Goldenes Fässchen, Krone und Ziegler. Ein Großteil dieser Brauereien wurde aufgekauft oder stillgelegt, sodass 1920 nur noch die Engel-Brauerei und die Heidelberger Aktienbrauerei existierten.

Und der Fortschritt machte auch vor unserer Stammbrauerei nicht Halt. Die erste Eismaschine wurde bereits 1887 bestellt. 1912 wurden erstmals zur Bierauslieferung Lastautos verwendet und neue Dampfmaschinen aufgestellt. Im letzten Geschäftsjahr vor dem Krieg war die Heidelberger Aktienbrauerei dann die führende lokale Brauerei und eine der größten in Baden.

Seit über 100 Jahren im Zeichen des Schlosses

1914 setzte die Heidelberger Aktienbrauerei erstmals ihr Markenzeichen ein: das Profil des Heidelberger Schlosses. Trotz mehrerer Namens- und Eigentümerwechsel blieb dieses Logo bis heute erhalten.

Als Kleinlein AG kaufte die Brauerei 1934 fünf Quellen am Königstuhl, womit die neue Biermarke „Schloßquell“ gebraut wurde. Doch 1968 erhielt die Berliner Schultheiß-Brauerei die Aktienmehrheit – das Ende der Selbstständigkeit. 1985 wurde sie in „Heidelberger Schloßquellbrauerei AG“ umbenannt, bevor sie Werner Kindermann 1996 samt ihren Gaststätten erwarb.

Alles im grünen Bereich

Schließlich übernahm Michael Mack 2005 die Heidelberger Brauerei GmbH. Sie ist eine der wenigen existierenden Privatbrauereien und die älteste Brauerei Heidelbergs. Daher sind wir stolz darauf, mit Heidelberger eine jahrhundertealte Tradition so frisch und lebendig zu halten.

Dabei denken wir stets auch an die Umwelt: Bereits seit 1991 wird auf die Abfüllung in Einweggebinde wie Dosen oder Einwegflaschen verzichtet. Als erstes Unternehmen in Heidelberg führte Heidelberger 1996 ein Umweltmanagement-System ein und erhielt dafür sogar ein EU-Umweltzertifikat.

Gebraut, wo wir zuhause sind

Heute brauen wir im Stadtteil Pfaffengrund nach strengen Brauregeln, mit dem Können und der Erfahrung unserer Braumeister und mit ausgewählten Rohstoffen der Region. Wir bieten Ihnen ein attraktives Sortiment an Heidelberger Bierspezialitäten bis hin zu saisonalen Bieren wie unserem Heidelberger Weihnachtsbier. Besonders zu erwähnen: unser einzigartiges Heidelberger 1603 Premium Pilsener.

Tradition, Handwerk und vor allem die Qualität stehen bei uns an erster Stelle, denn wir fühlen uns dem Namen unserer Heimatstadt und ihren Menschen über alle Maßen verpflichtet. So möchten wir Ihnen mit Stolz zuprosten: Gebraut, wo wir zuhause sind!