Abendliche Kneipentour

Dunkel war´s, der Mond schien helle, …

… der Tag in Heidelberg vergangen, als Studenten blitzesschnelle, langsam in die Stadt gegangen …“ Wer kennt es nicht, dieses Gedicht voller Paradoxien, wenn auch hier leicht abgewandelt! Heidelberg als Studentenstadt hat gerade im oberen Altstadtbereich ein reges Nachtleben zu bieten. Machen Sie mit, seien Sie dabei, egal ob Student, „normaler“ Heidelberger oder Tourist – eines ist sicher: Verdursten werden Sie nicht!

Stop 1: Alte Brücke

Beginnen Sie den abendlichen Bummel am besten an der Alten Brücke und halten Sie sich dort Richtung Westen. Direkt am Brückentor fällt die Bronzefigur eines Affen auf. Ja, es ist ein ein Mandrill und keine Katze, für die er manchmal gehalten wird. Die Geschichte des Affen geht bis zur ersten Erwähnung der Brücke – diese hier hat acht hölzerne Vorgänger! – Ende des 13. Jahrhunderts zurück. Er befand sich in Form eines Reliefs am nördlichen Brückenkopf und hielt dem Betrachter schon damals einen Spiegel vor. Anfang der 1980er Jahre wurde der heutige Affe vom Pfälzer Künstler Gernot Rumpf geschaffen und sitzt seither wachend und schalkhaft mahnend neben der Brücke. Zeit für ein Erinnerungsfoto muss sein. Tipp: Stecken Sie den Kopf nicht hinein, das haben bereits einige tausend andere vor Ihnen getan …

Schlendern Sie bis zur Haspelgasse, biegen Sie in diese ein und gehen Sie gemütlich am historischen Studentenlokal „Schnookeloch“ vorbei, in dem viele Heidelberger Verbindungsstudenten seit mindestens zweihundert Jahren ein zweites Zuhause gefunden haben. 😉 Weiter geht es bis hinauf zum Fischmarkt, wo die Untere Straße beginnt – und damit der Ort, der ein Synonym für das Heidelberger Nachtleben ist.

Los geht´s, und hierfür gibt es keinen Plan: einfach treiben lassen … Genau wie die Hauptstraße verläuft die Untere Straße von Osten in westlicher Richtung und endet am Heumarkt, der Grenze des mittelalterlichen Heidelbergs. Die Anlage der Stadt ist genauso einfach wie genial. Alles, was von Ost nach West verlief, nannte sich „Straße“, und alles, was von Nord nach Süd verlief, war eine Gasse. Nach der oberhalb gelegenen Hohen Straße oder heute Hauptstraße erfolgte die Namensgebung der darunter gelegenen Straße logischerweise in Untere Straße.

Stop 2: Kultkneipe „Weinloch“

Auf dem Weg zur ersten Einkehr in eine DER Heidelberger Kultkneipen, dem „Weinloch“, überqueren Sie die Dreikönigstraße, die bis 1832 die Judengasse war. Umbenannt wurde sie nach dem Hambacher Fest im gleichen Jahr, und zwar nach dem Lokal „Zu den drei Königen“, welches sich seinerzeit auf gleicher Höhe in der Hauptstraße befand. Die Stadtverwaltung nutzte die Gelegenheit, machte aus der Gasse kurzerhand eine Straße und kassierte somit von den Anwohnern höhere Steuern. Ist der Durst bereits groß? Kein Problem, das „Weinloch“ wartet in der Unteren Straße 19 auf der rechten Seite mit einem kühlen Heidelberger Ihrer Wahl auf Sie.

Stop 3: „Destille“

Quasi schräg gegenüber können Sie im Anschluss an das „Weinloch“ ein oder zwei weitere Köstlichkeiten aus unserem Braukeller in der „Destille“ genießen – ohne Sie verführen zu wollen. Sowohl hier als auch im „Weinloch“ treffen Sie einen kompletten Querschnitt der Heidelberger Gesellschaft und haben die Möglichkeit, für einen Abend Teil davon zu sein!

Stop 4: Kultkneipe „Karl“

Eine Kultkneipe haben wir jedoch noch für Sie: das Lokal „Karl“ in der Lauerstraße 7. Hierfür trennen Sie sich von „Weinloch“ und „Destille“, nehmen eine der Gassen – im Grunde ist es egal, welche – und gehen leicht abwärts in nördlicher Richtung zum Neckar hinunter in die Lauerstraße, dort dann nach rechts. Das „Karl“ ist ein Lokal, das seine Gäste oftmals bis 3 Uhr morgens empfängt. Nun können Sie erahnen, wie anstrengend ein Studium in Heidelberg sein kann.

Vielen Dank an Susanne Kahlig von www.eventchen-heidelberg.de für die Routenausarbeitung und Beschreibung.

Die Route zum Selbstlaufen

Um die Google-Map anzuzeigen, werden Marketing Cookies benötigt.

In Google Maps öffnen